Wasserspülungen wie von Zauberhand - Berührungslose Sanitärlösungen sorgen für mehr Hygiene im öffentlichen Raum

Frankfurt am Main, 7. Februar 2012 - In öffentlichen Sanitärräumen sind nicht nur Hygiene, sondern auch der Schutz vor Vandalismus und eine effiziente, nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser von großer Bedeutung.

Immer häufiger kommen im öffentlichen Bereich automatische Sanitär-Armaturen mit berührungsloser Bedienung zum Einsatz. Sie sind extremen Belastungen ausgesetzt: „Während im Wohnungsbau eine Benutzungshäufigkeit bei Sanitärarmaturen von 40 bis 60 Mal pro Tag angenommen wird, muss im öffentlichen Bereich mindestens mit dem Zehnfachen gerechnet werden“, weiß Reinhard Bartz, Schulungsleiter bei Franke Aquarotter. Die Mitgliedsunternehmen der Initiative Blue Responsibility haben intelligente und langlebige Lösungen entwickelt, die sowohl die Hygiene optimieren als auch den Wasserverbrauch effizient gestalten.

Keine Chance für Keime
Von Waschtisch-Armaturen über Elektronik-Urinale bis hin zu elektronisch gesteuerten WC-Spülungen – Hautkontakt bei der Bedienung wird möglichst vermieden. „Wenn sich viele Personen buchstäblich die Klinke in die Hand geben, ist Hygiene das A und O. Berührungslose Armaturen machen den Hautkontakt nicht länger erforderlich und hem¬men so die Verbreitung von Keimen“, erklärt Joachim Hildebrand, Sprecher der MEPA – Pauli & Menden GmbH. Infrarotgesteuerte Waschtisch-Armaturen, wie die Linie „Saniline Style“ von MEPA sind daher in vielen öffentlichen Sanitäranlagen Standard.

Bei Urinalen kommen unterschiedliche berührungslose Techniken zum Einsatz: Ideal Standard macht sich bei seinem Elektronik-Urinal der Linie „San ReMo“ eine physikalische Gesetzmäßigkeit zu Nutze: Mischen sich klares Wasser und Urin, steigt der elektrische Leitwert der Flüssigkeit. Dies registrieren im Siphon angebrachte Elektroden und lösen den Spülvorgang aus. „Zudem erfasst die Urinalelektronik kleinste Veränderungen der Flüssigkeitsmenge. So wird der Spülvorgang auch ausgelöst, wenn nur wenig Urin oder andere Flüssigkeiten beigemischt werden“, erklärt Thomas Kreitel, Leiter Marketing Kommunikation bei Ideal Standard.

Bei der infrarotgesteuerten Spülautomatik, wie sie Geberit anbietet, wird ein ausgesendeter Lichtstrahl vom Benutzer reflektiert. Dieser wird dann vom Positionsempfänger erfasst und ausge¬wertet. So wird die Spülung beim Wegtreten aus dem Erfassungsbereich automatisch ausgelöst.

Das Funktionsprinzip von radargesteuerten Spülautomatiken, wie sie Villeroy & Boch bei der Serie proDetect einsetzt, ähnelt dem der Infrarot-Vorrichtungen: Das 24 GHz HF-Radarsystem erkennt, wann ein Urinal benutzt wurde und löst die Spülung automatisch aus. Das System ist so genau, dass es minimale Bewegungen registriert und erkennt, ob ein Mensch oder ein statisches Objekt vor dem Urinal steht. Außerdem verfügt das System über Zusatzfunktionen, wie den Stadionmodus. Dieser reagiert auf eine erhöhte Nutzerfrequenz, wie sie beispielsweise in Halbzeitpausen vorkommt, mit einer reduzierten Spülhäufigkeit und spart so Wasser.

Auch elektronische WC-Spülungen sorgen für maximale Hygiene. Die Firma Viega bietet mit ihrer Betätigungsplatte „Visign for Care“ eine berührungslose Variante an. Ein einfaches Vorbeiführen der Hand reicht aus, um die kleine oder große Spülmenge auszulösen. In Gebäuden mit so genannter Nutzungsunterbrechung wie beispielsweise Schulen oder Hotels stellt die elektronische Steuerung selbsttätig sicher, dass das Wasser in den Rohren ausreichend ausgetauscht und Stagnation vermieden wird.

Elektronische Bedienung – strapazierfähig und effizient
Nicht nur wegen der hohen Frequentierung, auch zum Schutz vor mutwilliger Zerstörung sind robuste Materialien und wenig Angriffsfläche im öffentlichen Raum ein Muss. Die deutschen Markenhersteller setzen daher auf versteckte Elektronik. So werden die Installationskomponenten oft auf der Wand montiert und durch Sanitärkeramik verdeckt. Auch die Frontplatten müssen vandalensicher sein und bestehen z.B. bei Elektrourinalen von MEPA aus robustem Zink-Druckguss.

Nicht zuletzt fördern berührungslose Armaturen den effizienten Umgang mit der Ressource Wasser - ein Ziel, dem sich auch Blue Responsibility verschrieben hat. Denn bei elektronischen Armaturen läuft nur so lange Wasser, wie es benötigt wird. Darüber hinaus ist die ver¬brauchte Wassermenge bei Spülungen oft den Bedürfnissen entsprechend einstellbar. Da die Nutzer keine Spuren an Betätigungselementen hinterlassen, reduziert sich der Reinigungsaufwand erheblich.

Presse

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