Frankfurt am Main, 15. Juni 2012 - Laut AWA-Studie 2011 planen 4,5 Millionen Deutsche bis 2013 die Renovierung oder Modernisierung ihres Bades. Welche Lösungen hierfür besonders geeignet sind und wie moderne Badezimmer dem demographischen Wandel Rechnung tragen, wissen die deutschen Markenhersteller der Initiative Blue Responsibility.
Ältere Bäder zeichnen sich vor allem durch ihre Funktionalität aus, während Komfort und Design eine untergeordnete Rolle einnehmen. Auch eine generationenübergreifende Nutzung ist meist nicht möglich. Heute jedoch wird das Bad verstärkt als Wohn- und Wohlfühlraum genutzt und muss neuen Anforderungen vor und hinter der Wand gerecht werden: Modernisierungsmaßnahmen helfen, das Badezimmer an die veränderten Bedürfnisse anzupassen.
Während man unter dem Begriff Renovieren Schönheitsreparaturen wie etwa Tapezieren zusammenfasst, ist eine Sanierung weitaus umfassender: Bestehende Mängel werden beseitigt mit dem Ziel, veränderten Nutzungsanforderungen gerecht zu werden. Dabei werden z.B. Badezimmerarmaturen ausgetauscht. Die Modernisierung ist oftmals ein notwendiger Teil der Sanierung und zielt darauf ab, durch die Erneuerung der Gebäudetechnik, wie z.B. den Einbau elektronischer Armaturen, eine nachhaltige Wertsteigerung zu erreichen.
Badmodernisierung zahlt sich aus
Die Modernisierung eines Bades stellt einen gewissen finanziellen Aufwand dar. Rund 8.600 Euro bringen Verbraucher laut einer Studie der VDS durchschnittlich für ihr neues Badezimmer auf. Langfristig gesehen zahlt sich diese Investition in mehrerer Hinsicht aus, erklärt Joachim Hildebrand, Produktmanager bei MEPA: „In die Jahre gekommene Trinkwasserleitungen können beispielsweise Keimherde für Legionellen sein und sollten ersetzt werden. Zudem haben veraltete Armaturen und Spülkästen einen wesentlich höheren Wasserverbrauch.“ Moderne Zweimengenspülungen, bzw. Start-/Stopp-Techniken sowie spezielle Regulierungstechniken helfen heute, Ressourcen effektiver zu nutzen. So reduziert beispielsweise der im MEPA VariVIT WC Element vormontierte UP-Spülkasten Sanicontrol A31 den Wasserverbrauch um weit mehr als die Hälfte. Moderne Technologien, wie z.B. die Systemkomponente eSwitch des innovativen Duschsystems Ambiance Tuning Technique von Dornbracht, ermöglichen eine genaue Anzeige des Wasserverbrauchs und helfen so, für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser beim Duschen zu sensibilisieren. Die Firma Neoperl setzt auf Produkte mit integrierter Mengenreglertechnologie, z.B. Strahlregler, die den Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren können. Neben effizienter Wassernutzung moderner Armaturen sorgen die heute üblichen, pflegeleichten Oberflächen für einen geringeren Putzmitteleinsatz. Darüber hinaus sind die verwendeten Materialien häufig zu 100 Prozent recyclebar und überaus langlebig wie die Produkte aus Stahl-Email von Kaldewei. So ist eine moderne Badausstattung eine nachhaltige Investition in die Zukunft.
Vorwandinstallationssysteme erleichtern die Modernisierung
Ob im öffentlichen oder im privaten Bereich: Bevor Modernisierungsentscheidungen getroffen werden, sollte ein Fachplaner sowohl die Installation vor der Wand als auch hinter der Wand prüfen. „Gerade im öffentlichen Bereich können Konflikte zwischen modernen Armaturen und dem für größere Dimensionen ausgelegten Installationssystem hinter der Wand entstehen“, erklärt Verena Töpfer-König, PR-Referentin bei Franke Aquarotter. Intelligente Wassermanagement-Systeme wie AQUA 3000 open, können dies vermeiden und auch bei Bestandssystemen für einen hygienekonformen Betrieb sorgen.
Ist eine Teilmodernisierung vor der Wand möglich, helfen Vorwandinstallationssysteme den Aufwand sowie das Lärm- und Schmutzaufkommen beim Einbau neuer Elemente auf ein Minimum zu reduzieren. Das GIS Installationssystem von Geberit beispielsweise ermöglicht absolute Gestaltungsfreiheit: Egal ob teil- oder raumhohe Vorwände, Trennwände, Raumteiler oder Inseln – das Installationssystem passt sich problemlos an alle Einbausituationen im öffentlichen wie privaten Raum an. Es ermöglicht für innenliegende, nicht-tragende Wände sogar die Integration von Tür- und Fensteröffnungen.
Badarchitektur im demographischen Wandel
Nach Erkenntnissen der Kommission „Wohnen im Alter“ des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung leben lediglich fünf Prozent aller älteren Menschen in Deutschland in altersgerechten bzw. barrierearmen Wohnungen. Auch das Badezimmer ist ein wichtiger Faktor, denn beispielsweise hohe Einstiegskanten bei Duschen erschweren den Alltag. Die KfW Bankgruppe hat daher seit April 2012 den neuen Standard „Altersgerechtes Haus“ eingeführt und unterstützt mit günstigen Förderkrediten Modernisierungsmaßnahmen, die den Abbau von Barrieren im Wohnumfeld, z.B. in Form einer bodengleichen Dusche, zum Ziel haben. Die barrierefreie Gestaltung des Badezimmers kommt nicht nur älteren Menschen, sondern allen Nutzern zu Gute. Freier Bewegungsraum, niedrige Schwellen und intuitive Bedienung erleichtern z.B. auch die Handhabung für Kinder.
Vorbehalte gegenüber der Ästhetik eines barrierefreien Bades sind unbegründet, erläutert Marcus Möllers, PR-Beauftragter von Kaldewei: „Bäder, die barrierefrei oder im Sinne des Universal Designs gestaltet sind, ermöglichen die Nutzung für Jedermann und sehen gleichzeitig richtig gut aus. Bodengleiche Duschen öffnen z.B. den Raum optisch. Gleichzeitig vermindern sie den Reinigungsaufwand, insbesondere bei der Wahl von fugenlosen, emaillierten Duschflächen, die es auch als rutschfeste Ausführung gibt.“ Badewannen mit breitem Rand oder zusätzlichen Haltegriffen sowie unterfahrbare Waschtische und höhenverstellbare WCs ermöglichen ebenfalls eine barrierefreie Gestaltung des Bades, ohne dass dies augenscheinlich wird.
Auch Wolfgang Burchard, Sprecher von Blue Responsibility, empfiehlt die Planung barrierefreier Bäder: „Wer sich für eine Modernisierung entschließt, sollte an die Zukunft denken. Gerade im Alter kann das Badezimmer durch hohe Schwellen, rutschige Böden oder mangelnder Bewegungsfreiheit zu einer erheblichen Herausforderung im täglichen Leben werden. Inzwischen gibt es zahlreiche attraktive Lösungen, die von Kindern ebenso nutzbar sind wie von Senioren und allen Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Diese Chance sollten sich Eigentümer nicht entgehen lassen.“ Die Hersteller der Initiative Blue Responsibility entwickeln daher kontinuierlich hochmoderne Lösungen für generationsübergreifend nutzbare Bäder, die Komfort, Design und ressourcenschonende Technologien vereinen.
Mehr über Blue Responsibility erfahren Sie unter
www.blue-responsibility.com sowie auf den Seiten der Hersteller
www.mepa.de,
www.dornbracht.com,
www.neoperl.net,
www.kaldewei.de,
www.geberit.de und
www.franke.com.